In Arden Creek geschehen seltsame Dinge und immer wieder werden Menschen von großen, fledermausartigen Wesen angegriffen und getötet. Es sind die Mordenox, die immer stärker zu werden scheinen.
Lydia ist eine junge Frau mit einer besonderen Gabe, sie kann verhindern, dass sich die getöteten Menschen in weitere Mordenox verwandeln. Als ihr gesamter Clan ausgelöscht wird, stürzt jedoch ihre bisher gekannte Welt ein. Sie braucht Verbündete, die ihr dabei helfen, sich ihren neuen Aufgaben zu stellen. Aber wem kann sie trauen?
Viele Mächte wirken in diesem Buch und es ist ein klarer Kampf des Guten gegen das Böse. Ein bisschen hat es gedauert, bis ich die Welt um Lydia, ihren Clan und die anderen Gemeinschaften durchblickt hatte. Aber als dies geschehen war, hat diese Geschichte mich voll in ihren Bann gezogen.
Die Welt in Arden Creek wirkt authentisch, sie ist anschaulich und real beschrieben.
Bei den Figuren ist es ähnlich, die Autorin hat mich dazu gebracht, die Protagonisten genauso wahrzunehmen, wie sie es beabsichtigt hat. So bin ich natürlich auch auf die ein oder andere Person hereingefallen, die vielleicht doch nicht so aufrichtig war, wie anfangs gedacht.
Zu Lydia als Hauptfigur habe ich schnell eine Beziehung gefunden und sie gemocht, mit ihrem gesamten Freundeskreis habe ich mitgefiebert und gehofft, dass diese Geschichte alle überleben.
Sehr gut gefallen haben mir die Dialoge zwischen den Figuren, vor allem diese haben die Handlungen echt wirken lassen. Laura Labas zeigt die Welt in Arden Creek vorrangig durch die Taten und Worte ihrer Figuren, weniger durch lange Beschreibungen. Neben der Authentizität bringt dies auch eine schöne Geschwindigkeit in den Roman.
Die gesamte Geschichte steuert auf ein großes Ende zu und ohne zuviel verraten zu wollen: Es passt perfekt und hätte nicht besser sein können.
Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive Lydias, was ebenfalls sehr gut funktioniert hat, wahrscheinlich war dies ein weiterer Grund für die gelungene Verbundenheit zwischen mir als Leserin und Lydia als Buchcharakter.
Das Cover ist ein bisschen düster gehalten und wirkt mysteriös, ebenso wie der Buchtitel. Beides passt damit sehr gut zu der Stimmung des Buches. Und trotzdem ist es definitiv kein Buch, dass den Leser erschauern lässt oder das gar Horrorelemente aufweist. Eine gute Prise Dark Fantasy ist dabei, aber auch die positiven Emotionen kommen definitiv nicht zu kurz.
Insgesamt ist „Ewigkeitsgefüge“ ein Roman, der mir schöne Lesestunden beschert hat und den ich gerne weiterempfehle.
Erschienen im Drachenmondverlag, Softcover, 310 Seiten