Jasmin Romana Welsch

Absolution

Wie man eine Sünde überlebt

28.01.2022

 

Sternensandverlag

206 Seiten, Taschenbuch

 

 

Klappentext:

Mein Name ist Sixten. Ich denke, ich war ein durchschnittlicher Absteiger: unterbezahlt, launisch und auf das Leben und die ach so verkommene Welt schlecht zu sprechen. Da war mein kleines Drogenproblem, diese nervenaufreibenden Sitzungen bei Doktor Mattson und mein Kumpel Nils, der seit der Grundschule nicht gelernt hat, länger als zehn Stunden sauer auf mich zu sein.

Summa summarum war mein Leben Mist, aber unkompliziert genug, um den Pessimismus in die tägliche Routine einfließen zu lassen.

Ich hätte genau so weitergemacht, wäre nicht alles plötzlich unwirklich geworden.
Auf einmal soll ich ein Todsünder sein und der Sklave eines Dämons werden – das behauptet zumindest die sprechende Katze, die will, dass ich sie Meisterin nenne.

Vielleicht habe ich auch einfach Wahnvorstellungen von der Kokserei bekommen. So oder so, mein Leben braucht eine Kehrtwende.

Dann muss ich mich eben damit abfinden, dass es Himmel und Hölle gibt, auch wenn ich bisher Atheist war. Ich war ja auch ein gefühlskaltes Arschloch und finde mich jetzt damit ab, dass ich die Dämonen-Katze, die meine Seele verschachern will, irgendwie mag. Einer von uns wird trotzdem verlieren.

Am Ende bin ich vielleicht tot, verrückt oder clean, aber das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Rezension:

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Audiorezension:
Audiorezension Absolution J.R.Welsch.mp3
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Dieses Buch hat mich sehr unterhalten und punktet vor allem durch den herrlich witzigen und sarkastischen Schreibstil der Autorin. Es ist in der Ich-Perspektive aus Sicht des Protagonisten Sixten geschrieben und schafft so eine Verbundenheit mit seinem (zugegeben: ziemlich schrägen) Charakter. Die Katze als weitere Hauptfigur ist herrlich divenhaft und arrogant dargestellt. Insgesamt wirken die Figuren gerade durch ihre Verschrobenheit sehr sympathisch. Gerade wenn man die geringe Länge des Buches beachtet, sind sie mir in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen.

Anfangs hatte ich noch befürchtet, dass mir das Buch zu religiös angehaucht sein könnte, schließlich ist eine der ersten Aussagen, dass Sünder in der Hölle landen. Dies war jedoch nicht der Fall, ich konnte es auch als Ungläubige sehr entspannt lesen ;-)

Es ist eine schnelle Lektüre für zwischendurch, unterhaltsam und einfach zu lesen. Das Ende ist überraschend und erfreulich unkitischig, der Plot und die Idee zu der Geschichte haben mir gut gefallen.

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