25.02.2022
Drachenmondverlag, 273 Seiten, Taschenbuch
„Berühre meine Hand und verrate mir, was du siehst.“
London, 1879.
Über dem wohlhabenden Haussherrn John Coal liegt der finstere Schatten der Vergangenheit.
Von einem Mädchen namens „Love“ verlangt er, das rätselhafte Verschwinden seiner Gemahlin aufzuklären. Doch was kann schon eine junge Frau bewirken, die aufgrund ihrer besonderen Gabe für verrückt erklärt wurde? Sind ihre Visionen wirklich der Schlüssel zum Geheimnis von Coal Manor?
Wenn sie nur die Liebe im Herzen des mysteriösen Gentlemans wiedererwecken könnte, würde die Dunkelheit, die ihn umgibt, vielleicht weichen ...
Das Buch ist von Anfang an spannend und angenehm verwirrend. Das Mädchen „Love“ wirkt interessant und ich wollte schnell wissen, welche Geheimnisse in ihrem Leben stecken. Sie wirkt als Figur erstmal ziemlich naiv und ihre Handlungen sind nicht so ganz nachvollziehbar. Dies löst sich weitestgehend im Verlaufe der Geschichte auf, auch wenn ich einige Handlungen von ihr oder auch die einiger anderer Figuren immer mal wieder etwas sprunghaft fand.
Die Idee der Geschichte ist gut und das Ganze auch sehr emotional aufgebaut, ich habe es gerne als Lektüre zwischendurch gelesen, auch wenn der Inhalt mich nicht nachhaltig beeindruckt hat.
Der Spannungsbogen war konstant hoch, was mir gut gefallen hat.
Der Schreibstil ist einfach und angenehm zu lesen, ich hätte mir allerdings eine zeitgenössischere Sprache in den Dialogen gewünscht.
Das Ende ist rund und so logisch, wie es eben in Fantasyromanen sein kann, wenn auch nicht wirklich undurchschaubar. Alle losen Fäden werden verknüpft und ich habe das Buch weitestgehend zufrieden beendet.
Gepunktet hat das Buch deutlich mit dem Cover und der Innenaufmachung, wie oft beim Drachenmondverlag ist dies wirklich herausragend gestaltet.
Wer einen relativ leichten Liebesroman mit Fantasysetting und einer guten Idee mag, kann hier gerne zugreifen, insgesamt ist es ein Buch, das ich eher Jugendlichen oder jungen Erwachsenen empfehlen würde.