15.04.2022
Luzifer Verlag
Eine Welt aus gefrorener Dunkelheit. Das Geräusch von Knochen, die aneinander reiben …
Paul Gallo sah die Berichte in den Nachrichten: Ein Massenmörder führte die Polizei zu den Gräbern seiner Opfer, irgendwo in der Wildnis Alaskas. Die gleiche Wildnis, in der Pauls Zwillingsbruder vor Jahren verschwand. Als man die Opfer exhumiert, begibt sich auch Paul nach Alaska, um endlich Gewissheit zu erlangen und seinen Frieden zu finden.
Doch damit fängt das Rätsel erst an. Bei seinen Nachforschungen stößt Paul auf abergläubische Einheimische, die den Teufel fürchten, und eine Reihe von Holzkreuzen, die etwas Böses daran hindern sollen, den Wald zu verlassen. Und je tiefer er nach Antworten gräbt, umso mehr scheint er selbst Teil des Mysteriums zu werden …
(Quelle: Luzifer Verlag)
Dieser Horror-Thriller hat mir vor allem wegen seiner düsteren Stimmung gut gefallen. Der Autor spart nicht an Beschreibungen der Landschaft, der Menschen und überhaupt der Begebenheiten im kalten Alaska. Und genau diese Kälte und Dunkelheit krabbelt dann auch gefühlt auf den Leser oder die Leserin über. Das Dorf Dreads Hand samt seiner verschrobenen Anwohner kam bei mir sehr authentisch an, vor allem auch ihr abergläubisches Verhalten und der Bezug auf Mythen und Sagen. Der endgültige Gruselfunken ist jedoch nicht übergesprungen zu mir, es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen, aber ich hätte gerne noch ein bisschen mehr Gänsehautgefühl gehabt.
Spannend war es dennoch und ich habe es gerne zuende gelesen. Der Schluss war dann auch passend und rund.
Den Schreibstil mochte ich wegen der Atmosphäre, die der Autor vermittelt hat, ein paar Tippfehler sind mir jedoch aufgefallen und einige Sätze wirkten unschön, zum Beispiel durch Wortdoppelungen.
Sehr gut gefallen hat mir das Cover, es passt wunderbar zum Inhalt.
Insgesamt ist es für mich ein guter Horror-Thriller (oder auch Mystery), der mich gut unterhalten hat und den ich trotz der kleinen Schwächen an Fans des Genres weiterempfehlen würde.