G.S. Foster

Der Geist eines Psychopathen

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Penny Archer hat durch einen verhängnisvollen Fehler ihre Karriere als Journalistin beenden müssen. Ihr letzter Strohhalm ist ein Job, den ihre Freundin Amy ihr ergattert hat: Sie soll mit dem menschenscheuen, früher mal sehr erfolgreichen Autor Walther Coogan an seinen Memoiren arbeiten. Dafür fliegt sie nach Hawaii in dessen einsames Strandhaus, ohne zu ahnen, welch düstere Geschichten sich um dieses Haus ranken. Und auch Walther Coogan scheint mehr Geheimnisse zu haben, als er erzählen möchte. Aber all diese Dinge aus der Vergangenheit deuten nicht auf das Ausmaß der Gefahren hin, die Penny erwarten.

 

Da wollte ich an einem gemütlichen, freien Helloween-Sonntag mal kurz dieses Buch anlesen und zack - war es zu Ende.

Wenn eine Geschichte es schafft, mich so in den Bann zu ziehen, dass ich sie in einem Rutsch durchlese, muss sie definitiv toll geschrieben, spannend und interessant sein. Dies alles trifft hier definitiv zu.

Der Schreibstil ist rasant und flüssig zu lesen, es gibt keinerlei Stolperfallen und ich hätte an keiner Stelle erwartet, dass dies ein Debütroman ist, wenn ich es denn nicht gewusst hätte.

Die Spannung ist von Anfang an vorhanden und flacht auch erst wieder ab, wenn das Buch ausgelesen ist.

Sehr schön sind auch die fiesen kleinen Warnungen und Ausblicke auf das Folgende, die der Autor ein paarmal einbringt. Zeitweise habe ich wirklich gemerkt, wie sich die berühmten kleinen Nackenhaare aufstellten beim Lesen.

Dabei ist das Thema ganz klassisch, dachte ich: eben eine Spukhausgeschichte. Hätte ich auch gemocht, aber die Umsetzung ist hier noch viel weiter gefasst und es finden sich deutlich mehr Thrillerelemente, als es bei einer klassischen Spukgeschichte der Fall wäre.

Penny Archer entwickelt sich im Lauf der Erzählung zu einer Frau, von der ich gerne mehr lesen möchte. Ich mag es, wie sie immer wieder ihr Krönchen richtet und sich von kleinen und großen Widrigkeiten nicht unterkriegen lässt. Auch die Figur des Walther Coogan ist spannend gezeichnet, er wirkt ein bisschen verschroben, aber in diesem Rahmen echt.

Das Ende ist nicht völlig unvorhersehbar, aber sehr passend gewählt und es macht definitiv Lust auf die Folgebände.

Sehr spannend finde ich auch, dass der Autor, wenn er aus Pennys Sicht erzählt, in die Ich-Perspektive wechselt, dies schafft nochmal eine besondere Nähe zu ihr.

Das ganze Buch hat mir also richtig gut gefallen und ich habe keinen einzigen Kritikpunkt. Nur in welche Genre-Schublade ich es nun packen soll, weiß ich nicht. Wie schon gesagt: Es finden sich viele Thrillerelemente, aber es ist definitiv auch ein Schuss Schauer- oder Horrorgeschichte dabei. Das Cover und der Titel deuten wohl eher in die Horrorrichtung und auf jeden Fall war es auch das gruselige Cover, dass mich zuerst zum Lesen verleitet hat.

Wie auch immer, die Mischung ist auf jeden Fall gelungen und wer sich beim Lesen in diesen Genres wohlfühlt, sollte unbedingt zugreifen.

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