15.1.2022
Jedes Jahr am 6. November schlägt er wieder zu. Er gräbt sich durch die Erde in die Keller seiner Opfer, zieht sie mit sich hinab in die Tiefe und verschwindet ohne jede Spur.
Zufällig bekommt die Lektorin Annika Granlund ein Manuskript in die Hände, dessen Inhalt ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt. Es ist die morbide Autobiografie eines Serienkillers, der unter der Erde lebt. Annika entscheidet, den Text zu veröffentlichen. Doch sie ahnt nicht, welche düsteren Geheimnisse dadurch noch an die Oberfläche geraten und in welche Gefahr sie sich bringt. Denn jedes Wort in dem Text ist wahr. Und nun hat der Killer sie im Visier.
Der Klappentext klingt ansprechend und innovativ, deswegen habe ich mich für dieses Buch entschieden. Doch ganz so begeistert war ich dann nicht, das Buch zog sich von Anfang an und ich habe relativ lange zum Lesen gebraucht, es fehlte einfach an Spannung. Dies wurde im Mittelteil des Buches etwas besser und am Schluss dann sogar sehr gut, da habe ich dann sehr mitgefiebert und den letzten Rest regelrecht verschlungen.
Dafür tat sich hier dann ein anderes Problem auf: Das Buch entwickelt sich eher zu einem Horror- oder Mystery-Thriller. Generell ist das kein Problem, aber die Beschreibung lässt nicht darauf schließen, ich hatte etwas anderes und eine vollständige Aufklärung erwartet. Trotzdem ist das Ende das Beste an dem ganzen Buch.
Gut gefallen haben mir die Gedanken des vermeintlichen Täters am Anfang eines jeden Kapitels, die sorgten wenigstens für ein bisschen Spannung und waren der Hauptgrund, weswegen ich das Buch trotz der Längen zwischendurch zu ende gelesen habe.
Auch die erweiterte Perspektive im zweiten Teil hat mir gut gefallen, sie gibt weitere Einblicke in das Leben des potentiellen Täters.
Die Figuren sind unterschiedlich bei mir angekommen. Lektorin Annika ist detaillreich gezeichnet, ich konnte sie ganz gut kennenlernen und ihr wird in diesem Buch viel Platz eingeräumt. Das Problem dabei ist, dass ihr Leben einfach nicht so richtig interessant ist. Die Ermittlerin bleibt dagegen eher blass, meine Lieblingsfigur ist der mysteriöse Autor.
Der Schreibstil ist an sich flüssig zu lesen, aber wenn bis kurz vor dem Ende keine wirkliche Spannung und Stimmung bei mir aufkommen, bringt das leider trotzdem nicht allzu viel Lesevergnügen.
Ich würde es nicht nochmal lesen.