Liebe BesucherInnen der Fantasywoche,
schön, dass es Euch heute zu mir verschlagen hat.
Wir sind ja nun schon fast am Ende dieser genialen Woche angelangt, deswegen möchte ich, bevor ich zu meinem Beitrag komme, noch etwas loswerden:
DANKE!
An die Organisatorinnen, aber auch an alle AutorInnen, BloggerInnen und LeserInnen. Nur durch Euch wurde diese Woche, was sie ist: Eine Möglichkeit, die Erschaffer hinter den fremden Welten kennenzulernen, eine Wunschlisten-Fütterungsmaschine, eine wunderbare Fluchtmöglichkeit aus dem Alltag und vor allem eine tolle Gemeinschaft :-)
In den nächsten Tagen werde ich versuchen, alle Beiträge hier zu sammeln, um auch mir selbst nochmal einen Überblick zu verschaffen, so schnell kam ich manches Mal gar nicht hinterher. Die Woche wird also noch eine ganze Zeit nachwirken.
Nun aber erstmal zu meinem Beitrag: Ich durfte den beiden Protagonistinnen Adara und Liliana aus dem Buch "Sternensturm" ein paar Fragen stellen,, die sich mir beim Lesen aufdrängten. Den Kontakt zu diesen beiden Frauen hat die Autorin Alana Falk hergestellt, danke dafür :-)
Wer das Buch schon kennt, kann sich nun gerne den Fragen unten widmen, wenn ihr erst eine kurze Einführung in den Inhalt möchtet, lest doch vorher meine Rezension zu diesem Werk. Viel Spaß und ich freue mich sehr über Kommentare und Anmerkungen.
Liebe Liliana, liebe Adara,
eine Frau namens Alana Falk hat mir Eure Geschichte erzählt, und ich bin ziemlich angetan von dem, was Ihr alles erlebt habt. Sie hat das Ganze „Sternensturm“ genannt und ich denke, stürmisch geht es in Eurem Leben wirklich zu. Ich würde Euch gerne noch ein bisschen besser kennenlernen und habe mir deswegen ein paar Fragen überlegt, und zwar jeweils die Gleichen. Es wäre schön, wenn ihr sie auch jeweils beide beantwortet.
Du bist Teil der Gemeinschaft und Magierin.
Möchtest du manchmal auch einfach eine ganz „normale“ junge Frau sein, ein Mensch, der nichts von Zauberei und Magie versteht?
Liliana: Eigentlich nicht. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, freue ich mich darauf, meinen Platz in der Gemeinschaft einzunehmen und zum Wohl der Menschheit beizutragen.
Adara: Manchmal schon. Manchmal sehne ich mich danach, nichts von alledem zu wissen und einfach in gnädigem Vergessen zu versinken.
Welche Bedeutung hat die Liebe für dich?
Liliana: Liebe ist … schwierig. Liebe bedeutet, dass man sich zu einem Menschen bekennen muss und das ist für einen Magier eine sehr heikle Angelegenheit. Alle wollen einen Magier zum Freund oder als Lebenspartner haben, weil sie sich davon Vorteile erhoffen. Besonders die einflussreichen Familien der Gemeinschaft. Es gibt Eltern, die einem ihre Söhne regelrecht vor die Füße werfen, weil sie hoffen, damit eine Magierin an Land ziehen zu können. Aber als Magier ist es wichtig, unabhängig zu sein und niemandem etwas zu schulden. Daher habe ich bisher nie zugelassen, dass es mehr gibt als einen kurzen Flirt.
Adara: Liebe schafft viele Probleme, besonders, wenn man sich in seine Quelle verliebt. Aber gleichzeitig macht sie das Leben so viel schöner. Liebe und Magie sind sich da sehr ähnlich. Sie machen das Leben kompliziert, und doch kann man nicht ohne, auch, wenn man es vielleicht gerne würde.
Und welche Bedeutung, welchen Stellenwert hat deine Familie für dich?
Liliana: Meine Familie ist unheimlich wichtig für mich, meine Mutter ist mein großes Vorbild, sie ist eine sehr starke Magierin und ich bewundere, wie unparteiisch sie immer geblieben ist, obwohl sie einen Rat geheiratet hat. Mein Vater ist eher ruhig und unauffällig und wird oft unterschätzt, aber genau das ist seine Stärke. Leider ist er nicht oft zu Hause. Meinen Bruder liebe ich sehr, auch wenn er manchmal ein ziemlicher Idiot ist und mein Onkel schafft es immer, mich aufzuheitern, wenn ich schlecht drauf bin. Mit meiner Familie mitzuhalten ist manchmal ganz schön schwer, aber es ist auch ein großer Ansporn und ich hoffe, dass ich ihnen gerecht werden kann.
Adara: Meine Familie … ich vermisse sie sehr. Ich hab schon viel zu lange nichts von ihnen gehört, aber es ist zu gefährlich, sie zu kontaktieren, ich will sie nicht mit reinziehen. Ich will gar nicht daran denken, was der Rat mit ihnen machen würde, wenn er erfahren würde, dass sie mir geholfen haben.
Gibt es einen oder mehrere Zauber, die du aus ethischen Gründen nicht anwenden würdest, auch wenn du damit Menschenleben retten könntest?
Liliana: Das kann man so pauschal nicht sagen. Im Zweifelsfall würde ich meine Mutter oder Rat Danes um Rat bitten, sie haben viel Erfahrung, es würde mir dann sicher leichter fallen, eine Entscheidung zu treffen.
Adara: Ich würde immer versuchen, so vielen Menschen wie möglich zu helfen. Wenn ich dafür anderen Menschen schaden müsste … manchmal hat man keine andere Wahl. Das Einzige, was man tun kann, ist sein Bestes zu geben und niemals aufzugeben. Immer bis zum letzten Moment zu versuchen, eine andere Lösung zu finden.
Welchen Stellenwert haben die Quellen für dich? Im Allgemeinen und im Besonderen?
Liliana: Die Quellen sind ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft. Ohne sie könnten wir nicht zaubern. Es ist sicher nicht einfach, eine Quelle zu sein und ich würde immer mein Bestes tun, um ihnen ihr Leben zu erleichtern und sie gut zu behandeln.
Adara: Ohne meine Quelle bin ich nichts, meine Quelle ist wie ein Teil von mir. Sie sieht tief in meine Seele, wenn wir zaubern, was manchmal schrecklich ist und manchmal schön. Ein Leben ohne mein Quelle ist … unvollständig.
Findest du, dass die Beziehung zwischen Magiern und Quellen mit Sklaverei zu vergleichen ist?
Liliana: Sklaverei? Aber nein, das ist doch übertrieben. Natürlich müssen die Quellen sich an bestimmte Regeln halten, aber das dient doch dem Wohle aller und es dient ja auch nicht dazu, sie zu quälen. Dass sie immer bei ihrem Magier bleiben und um Erlaubnis bitten müssen, bevor sie sich entfernen, ist doch nur dafür gut, dass der Magier immer sofort einsatzbereit ist, das kann viele Menschenleben retten. Es ist sicher nicht einfach, eine Quelle zu sein und wir Magier müssen unser Bestes tun, unsere Quellen gut zu behandeln, aber Sklaverei? Nein.
Adara: Die Regeln der Gemeinschaft fördern, dass einige Magier ihre Quellen wie Sklaven behandeln und sie sogar ungestraft misshandeln und töten. Und der Rat sieht zu – oder nein, er schaut weg. Alle schauen weg, weil die Magier zu mächtig sind, um ihnen reinzureden. Dabei sind Magier und Quelle einander ebenbürtig, wir sind beide Menschen und verdienen den gleichen Respekt. Jeder Magier sollte in seiner Quelle einen ebenbürtigen Partner sehen. Es ist widerlich, wie der Rat mit dem Leben der Quellen spielt und was manche Magier mit ihren Quellen machen, macht mich unglaublich wütend.
Was möchtest du unbedingt noch vor deinem Lebensende erreicht haben?
Liliana: Ich möchte eine wertvolle Magierin der Gemeinschaft werden und zusammen mit meiner Quelle meinen Beitrag dazu leisten, dass die Welt ein sicherer Ort für alle Menschen wird.
Adara: Ich möchte meine Quelle zurück, ich möchte, dass Rat Danes … nein, das kann ich nicht aussprechen. Aber ich werde nicht ruhen, bis ich mein Ziel erreicht habe.
Werden noch mehr Geschichten von dir erzählt werden?
Liliana: Oh, das hoffe ich doch sehr! Schließlich würde das bedeuten, dass ich meine Sache gut gemacht habe.
Adara: Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich wird die Gemeinschaft dafür sorgen, dass nie jemand von mir erfährt. Aber ich gebe nicht auf. Meine Geschichte soll erzählt werden. Dafür kämpfe ich jeden Tag. Meine Autorin sagt, dass meine Geschichte im Frühjahr 2018 weitergeht, auch wenn die erste Geschichte in sich abgeschlossen ist. Es heißt also, weiterkämpfen. Ich bin bereit.
Vielen Dank für Eure Antworten und Eure Zeit, ich freue mich sehr darüber, dass Ihr mich hier besucht habt und hoffe, tatsächlich noch weitere Geschichten von Euch lesen zu können. Viel Glück und Erfolg für Eure Zukunft (und natürlich ebenso viel Erfolg und Glück an Eure Geschichtenerzählerin ;-))!