Drei Fragen an Bücherblogger

Feuerflocken

Vorstellung:

Ich bin Katherina Ushachov, 24 Jahre alt und Studentin der Weltliteratur. Außerdem leidenschaftliche Spielerin alter Pokémon-Editionen und Sprachbastlerin. Freundlicherweise darf ich mich hier als Leserin, Buchbloggerin und Autorin äußern. Vielen Dank für diese Möglichkeit!

 

Hier geht es zu meinem Buchblog  https://feuerflocken.wordpress.com .

 

1. Was macht für dich ein wirklich gutes Buch aus?

Das Gesamtpaket muss wirklich rundum stimmen. Wenn das Cover bereits „Adoptiere mich!“ schreit (was auch ein sehr schlichtes Cover sein kann), die Leseprobe mich auf den ersten Seiten einfängt und ich aus dem Buch erst wieder auftauche, wenn die letzten Seiten gelesen sind.
Und dann im Geiste eigentlich immer noch die Schicksale der Figuren durchkaue.
Das ist ein gutes Buch. Dabei können die einzelnen Bücher sehr, sehr unterschiedlich sein. Vom Jugendbuch aus dem letzten Jahr bis Hemmingway.

 

2. Was wünscht du dir von Verlagen, Autoren und dem Buchhandel?

Ich selbst habe es zwar noch nicht erlebt, aber ich weiß von anderen Buchbloggern, die Rezensionsexemplare annehmen, dass einige Autoren und Verlage etwas verschnupft reagieren, wenn die ehrliche Rezension mal keine volle Punktzahl ergibt.
Rezensionsexemplare vergeben ist nun einmal wie Lotto spielen. Hat man Glück, beliefert man damit genau DIE Leser der eigenen Zielgruppe, die von dem Buch begeistert sind. Hat man Pech, sind jedoch etliche Leser dabei, die aus den unterschiedlichsten Gründen keinen Gefallen an dem Buch finden und dazu auch öffentlich stehen, obwohl man einem geschenkten Gaul doch angeblich nicht ins Maul schaut. Aber es bringt niemandem etwas, ein Buch besser zu bewerten, weil es ein Geschenk war. Der Mehrwert für die Leser ist nun mal eine ehrliche Rezension und wenn ein Blogger zu seiner Meinung steht, gerade im Internet, sollte man die Meinung auch so stehen lassen.
Von Autoren und Verlagen, die es nicht so sehen und kein Problem damit haben, aus ehrlicher und konstruktiver Kritik zu lernen, wünsche ich nur Geduld. Ich bin zwar eine schnelle Leserin, aber manchmal schaffe ich es doch nicht, ein Buch sofort zu lesen und zu besprechen. Aber ich würde nie ein Buch einfach „einsacken“ ohne Gegenleistung. Das ist für mich dann Ehrensache, es zu lesen und so ausführlich und objektiv wie möglich zu bewerten.
Vom Buchhandel wünsche ich mir mehr Diversität, mehr Independent-Autoren in den Bücherregalen, mehr Anthologien abseits dessen, was die Großverlage herausbringen. Bis zur Buchhandlung in meiner Stadt fahre ich ungefähr zwanzig Minuten mit dem Bus – wenn ich dort ein Buch nicht kriege, bestelle ich es eben auf Amazon und der örtliche Buchhandel hat das Nachsehen, weil in unserer schnelllebigen und vielbeschäftigten Zeit kaum jemand tatsächlich Zeit hat, am nächsten Tag wieder in die Buchhandlung zu fahren und zu schauen, ob das Buch mal da ist. Aber in letzter Zeit finde ich immer weniger Bücher, die ich lesen möchte, direkt in einem Laden. Und das ist eigentlich sehr schade.

 

3. Warum betreibst du deinen Blog?

Eine lustige Geschichte.
Schon seit 2011 betreibe ich zusammen mit fruehstuecksflocke die Weltenschmiede (https://weltenschmiede.wordpress.com) – dort bloggen wir über das Bauen fiktiver Welten und analysieren unter anderem Geister, Werwölfe, Zeitreisen oder Vampire in verschiedenen Büchern, Filmen und Videospielen.
Nun ist aber nur ein sehr kleiner Teil dessen, was wir zwei lesen, für die Weltenschmiede relevant. Selbst wenn in irgendeiner Weise fantastische Elemente vorkommen, sind die schlicht nicht immer auch gut analysierbar und in einen Artikel zu verwandeln. Und so fiel 80% unserer Lektüre irgendwie unter den Tisch, obwohl so viele Bücher dabei waren, die wir den Menschen da draußen gern vorgestellt hätten. Aber ohne Plattform ist das schwierig.
Außerdem begann ich um 2013 herum an Leserunden in Foren teilzunehmen. Zwar war die Bedingung „nur“ eine Rezension im Forum selbst, aber alle anderen Teilnehmer hatten zusätzlich Bücherblogs, auf denen sie ihre Meinung verbreiten konnten und irgendwann… schien mir das nicht fair. Ich bekam ja genauso ein Buch wie die anderen Teilnehmerinnen, aber von mir erhielt der Autor quasi weniger Gegenleistung. Das fühlte sich falsch an.
Irgendwann stellten wir dann fest, dass sowohl fruehstuecksflocke als auch ich aus den verschiedensten Gründen (einige davon oben genannt) einen Zweitblog für Rezensionen aufmachen wollten. Besprochen, geplant, getan.
Inzwischen will ich diesen zusätzlichen Blog nie mehr hergeben, er hat mir so viele tolle Unterhaltungen und wunderbare Erlebnisse beschert, wenn Autoren auf mich zukamen und mir sagten, ich hätte ihr Werk genauso verstanden, wie sie es gemeint hätten… Das macht glücklich!

Medienguide

Wer bin ich?
Mein Medienguide ist mein nagelneuer und persönlicher Reiseführer durch die Welt der Bücher, Serien und Filme aus verschiedenen Genres - mit kurzen und knackigen Rezensionen sowie hin und wieder Erfahrungsberichten (u.a. zu meinem Weg in den Journalismus). 
 
Hier findet ihr mich:  https://meinmedienguide.wordpress.com/
 
1. Was macht für dich ein wirklich gutes Buch aus?
Es lässt mich Zeit, Müdigkeit, Hunger, Stress, einfach alles andere vergessen, bringt mich zum Nachdenken und verschafft mir das Gefühl, ich müsste so vielen Leuten wie möglich davon erzählen, damit das Buch sie vielleicht ähnlich glücklich machen kann wie mich. Die Sprache sollte zu den Charakteren passen (Positives Paradebeispiel "Das Rosie-Projekt) und bezüglich Details, etwa zur Umgebung oder zum Erscheinungsbild der Charaktere, beachten, dass das menschliche Vorstellungsvermögen Grenzen hat (Negatives Paradebeispiel: "Das Jahr das zwei Sekunden brauchte"). Vor allem aber erkennt man ein gutes Buch an dem Lächeln auf dem Gesicht, mit dem man die letzte Seite zuklappt.
 
2. Was wünschst du dir von Autoren, Verlagen und dem Buchhandel?
Ein paar Rezensionsexemplare ;-D
 
3. Warum betreibst du deinen Blog? 
Es ist die perfekte Möglichkeit meine älteste Leidenschaft - Lesen, meinen Traumberuf - Schreiben (in ein paar Tagen beginne ich ein journalistisches Volontariat) und meine Lieblingsbeschäftigung nach einem anstrengenden Tag - Serien oder Filme schauen - zu vereinen. Außerdem bereitet es mir Freude, andere Bücher, Serien oder Filme entdecken zu lassen, die ihnen den Alltag verschönern können (beziehungsweise sie vielleicht auch davor zu bewahren, eine frustrierende, beklemmende oder einfach nur langweilige Geschichte zu lesen oder anzuschauen).

Buchstaebliches

Vorstellung:

Schaut euch auf diesen Seiten um: Das ist Buchstaebliches :-)

 

1. Was macht für dich ein wirklich gutes Buch aus?

Ein gutes Buch muss mich fesseln, so begeistern, dass ich die Umwelt um mich herum nicht bemerke und mich selbst nach dem Lesen gedanklich noch in der Handlung befinde. Wenn es dann noch schöne sprachliche Eigenheiten aufweist, umso besser.

 

2. Was wünscht du dir von Autoren, Verlagen und dem Buchhandel?

Eine gute Zusammenarbeit, Vernetzung und Akzeptanz von uns Buchbloggern.

 

3. Warum betreibst du deinen Blog?

Ich mag es, mit anderen Buchliebhabern zu kommunizieren, neue Menschen kennenzulernen, die in irgendeiner Form mit Büchern zu tun haben. Ausserdem bringt mich das Schreiben der Rezis den Büchern noch ein Stück näher, ich reflektiere das Gelesene nochmal und es bleibt länger in meinen Gedanken.

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