Extra: Exklusives Interview mit der Protagonistin
Pia, Tochter aus gutem, akademischen Hause, wird neben ihrer ermordeten Mutter aufgefunden. Ihre Hände sind blutverschmiert, die Tatwaffe dabei, es scheint sonnenklar zu sein, dass sie die Täterin ist. Außerdem ist drogenabhängig und lebt auf der Straße, eigentlich also jedes Klischee erfüllt. Fall beendet, schnell noch eine Pflichtverteidigerin her und dann kann die Akte zugeklappt werden. Könnte... wenn nicht Stefanie Beck die benannte Pflichtverteidigerin wäre. Sie glaubt entgegen aller Wahrscheinlichkeiten an Pias Unschuld, auch wenn diese es ihr nicht gerade leicht macht.
Die Anwältin beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, obwohl sie mit solch eigenmächtigem Handeln schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht hat. Irgendwann muss sie auch noch die Verteidigung von Pias Vater übernehmen, der Vorwurf einer Vergewaltigung steht im Raum und Stefanie begegnet Menschen, die es nicht immer gut mit ihr meinen. Letzten Endes werden noch mehr Menschen sterben müssen, bis sich der Fall endlich aufklärt und es ist bei Weitem nicht klar, wer nun der Gute oder der Böse ist.
Heike Fröhling hat hier unter ihrem Pseudonym Leonie Haubrich einen rasanten Thriller mit einigen Wegkreuzungen und ebenso vielen Sackgassen erschaffen. Als Leser wird man quasi hin und her geschüttelt, von einem potentiellen Täter zum nächsten Opfer und wieder zurück. Anfangs war mir hier etwas zuviel Tempo im Spiel, ich hätte mir gerade zu Beginn mehr Zeit gewünscht, um mich in die Handlung und in die Charaktere einzufühlen. Später dann wurde diese Geschwindigkeit zu einem Pluspunkt für die Geschichte, förderte sie doch die Spannung enorm.
Die handelnden Figuren, insbesondere die Protagonistin Stefanie hat Leonie Haubrich sehr anschaulich dargestellt, sie wirkte durchweg sehr menschlich und authentisch. Auch Victor, Pias Vater, erschien mir echt, ein wenig rätselhaft und verschlossen, aber das war eben einfach auch Teil dieser Figur. Auch die Nebencharaktere wirkten und handelten plausibel.
Der Schreibstil ist flüssig und entspannt zu lesen, für einen Thriller absolut angemessen und passend. Sehr schön fand ich die Passagen, in denen sich ein unbekannter Mensch zu Wort meldete, augenscheinlich ein Psychopath, der wenig Gutes im Schilde führte. Diese Perspektivenwechsel gaben dem Ganzen noch ein bisschen mehr Nervenkitzel.
Der Aufbau der Geschichte gefiel mir ebenfalls, es gab keinerlei unlogischen Passagen oder andere Stolperfallen.
Für einen Thriller geht das Ganze relativ unblutig vonstatten, natürlich gibt es Tote, allerdings wird ihr Ableben nicht in allen Details beschrieben. Hier mag jeder Leser selbst entscheiden, ob er (oder sie) mehr Einzelheiten lesen würde, mir hat es so gefallen.
Auch die Idee insgesamt mochte ich, diese werde ich jetzt jedoch nicht weiter thematisieren, es soll ja spannend bleiben. Zum Schluss sei nur gesagt: Er ist passend, schnell und gewaltig.
Auch der abschließende Epilog gefiel mir, ein bisschen heile Welt und Ausblick auf eine potentielle Fortsetzung machen die ganze Geschichte zu einer runden Sache.
Thrillerfans können meiner Meinung nach bedenkenlos zugreifen und werden nicht enttäuscht sein.
Sehr zu meiner Freude und dank Leonie Haubrich hat sich die Anwältin Dr. Stefanie Beck zu einen Exklusiv-Interview bereit erklärt. Im Folgenden berichtet sie uns von interessanten Ereignissen und Begebenheiten, die nicht oder weniger ausführlich im Buch thematisiert werden:
Mittwoch, 13.7.
Kerstin Cornils (Extra: Autoreninterview)
http://kerstinskartenwerkstatt.de/2……aerzer-die-nacht/
Freitag, 15.7.
Susanne Sanny Keller (Extra: Goodie-Verlosung)
https://sannysbuchwelten.com/2016/0…
Sonntag, 17.7.
Stefanie Steger (Extra: Verlosung einer Nebenrolle im nächsten Roman)
http://tausend-leben.blogspot.com/2…